Burnout-Syndrom

Ausgebrannt | müde | erschöpft

Obwohl die Nebennieren die wichtigsten Stressdrüsen unseres Körpers sind, welche bei jeder Art von Stress gefordert und beim Burnout-Syndrom letztendlich „ausgebrannt“ sind, wird die Regeneration der Nebennieren selten bei der Diagnose und Therapie von Burnout-Erkrankungen berücksichtigt. 

Eine Nebennierenschwäche beginnt oft schleichend und hat ein breites Spektrum an unspezifischen, häufig schwächenden Symptomen. 

Ihre Ursache kann alles sein, was unseren Körper dauerhaft belastet. Zu den typischen Stressfaktoren gehören physische und psychische Auslöser, auf die der Organismus mit einer gewissen Anpassungsleistung reagieren muss, bspw. Schmerzen, Verletzungen, Operationen, Infekte, Kälte, extreme Temperaturschwankungen und ebenso Emotionen wie Angst und Ärger. Jeder dieser Impulse bedeutet für den menschlichen Körper bereits für sich genommen Stress. Kommen mehrere der genannten Faktoren über einen längeren Zeitraum zusammen, können sich die Nebennieren letztlich vollständig erschöpfen, eine eigenständige Erholung findet nicht mehr statt.

 

Gerade bei gravierenden Veränderungen im persönlichen Umfeld, starker Arbeitsbelastung, Umbruchzeiten wie Pubertät oder Wechseljahre lohnt bei folgenden Symptomen ein diagnostischer Blick auf die Nebenniere.   

 

Wann ist die Untersuchung der Nebennieren sinnvoll?

  • Starke morgendliche Anlaufschwierigkeiten, Energiemangel am Morgen und am Nachmittag zwischen 15-17 Uhr, Chronisches Erschöpfungssyndrom
  • Mangelnde Belastbarkeit, Konzentrationsstörungen, Überforderung im beruflichen oder familiären Alltag
  • Niedrige Energie oder Antriebslosigkeit, niedrige Körpertemperatur (Frieren)
  • Depressive Verstimmungen, schlechtes Gedächtnis, Angstgefühle
  • Schlafstörungen
  • Muskelschwäche, Muskel- oder Gelenkschmerzen, schwaches Bindegewebe 
  • Prämenstruelles Syndrom, Zyklusstörungen und Kopfschmerzen
  • Schilddrüsenunterfunktion, Potenzstörungen, verminderte Libido 
  • Verstopfungen, Blähungen, Verdauungsstörungen, Reizdarm, Leaky Gut 
  • erhöhte Infektneigung
  • Autoimmunkrankheiten
  • Besserung der Symptome, wenn Stress nachlässt, z.B. im Urlaub 

Diagnose und ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept

Um eine Nebennierenschwäche zu diagnostizieren, hat sich das Hormon Cortisol als Marker bewährt. Der Cortisolspiegel unterliegt einem Tagesrhythmus.  Er ist morgens kurz nach dem Aufstehen am höchsten und abends vor dem Schlafengehen am niedrigsten. Um abbilden zu können, wie die Nebennieren über den Tag gesehen arbeiten, wird die Konzentration des Hormons mehrmals am Tag im Speichel gemessen und durch ein Labor ausgewertet. Auf Basis dieser Ergebnisse können Rückschlüsse auf eine Unterfunktion der Nebennieren gezogen und individuelle Therapieansätze abgeleitet werden.

 

Eine Nebennierenschwäche ist reversibel, d.h. die Nebennieren können sich erholen und der Stoffwechsel kann sich normalisieren. Nach der entsprechenden Diagnose entwickle ich unter Berücksichtigung Ihrer Lebensumstände einen individuellen Therapieplan, der sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen kann:

Phytotherapie, Reduktion der Stressfaktoren (work-life-balance) und weitere im Behandlungsverlauf unter Umständen sinnvolle Therapiemethoden.

 

Extra Tipps zum Thema Nebennierenschwäche finden Sie im Download-Bereich.